Kosten


Honorarvereinbarung

Nach den einschlägigen Vorschriften gilt für Rechtsanwälte der Grundsatz der freien Honorarvereinbarung. Es kann also als Gegenleistung für die vom Rechtsanwalt erbrachten Leistungen die Bezahlung eines Pauschalhonorars, eines Zeithonorars (nach zu vereinbarenden Stundensätzen) oder die Abrechnung nach dem Rechtsanwaltstarifgesetz vereinbart werden. Mangels getroffener Honorarvereinbarung ist der Rechtsanwalt berechtigt, eine angemessene Entlohnung unter Bedachtnahme auf das Rechtsanwaltstarifgesetz zu verlangen. Auch die Vereinbarung eines sogenannten Erfolgszuschlages ist für den Fall, dass der erhoffte oder erwartete Erfolg eintritt, zulässig.

Um bei der Abrechnung des Honorars Ungereimtheiten und Missverständnisse zu vermeiden, ist es mir ein Anliegen, dass jeder Klient von Anfang an genaue Kenntnis über die Abrechnungsmodalitäten hat. Daher kläre ich jeden Mandanten im Rahmen des Erstgespräches über die Möglichkeiten der Honorarabrechnung sowie deren Vor- und Nachteile auf. Ziel ist es, danach eine für beide Seiten akzeptable, faire und in allen Einzelheiten abgestimmte Klärung der Honorarfrage herbeizuführen. Nur so kann vermieden werden, dass es nach Erhalt der Honorarnote zu Überraschungen für den Klienten kommt. Außerdem kann der Klient dadurch von Anfang an die ungefähre Höhe des Honorars abschätzen. Aufgrund der mir besonders wichtigen Transparenz bei der Honorarverrechnung ist meine Honorarnote für den Mandanten vollkommen nachvollziehbar.

Pauschalhonorar

Wird ein Pauschalhonorar vereinbart, kennt der Klient von Anfang an die exakte Höhe des Honorars. Für die Höhe des zu vereinbarenden Pauschalhonorars wird insbesondere der geschätzte, erforderliche Leistungsumfang ausschlaggebend sein. Da aber der genaue Leistungsumfang oft zu Beginn der Übernahme eines Mandates nicht feststeht, kann eine Pauschalierung des Honorars von Anfang an für beide Seiten nachteilig sein. Sind nämlich weniger als die erwarteten Leistungen erbracht worden, ist dies nachteilig für den Klienten, im umgekehrten Fall wird der Rechtsanwalt „nicht auf seine Kosten kommen“.

Zeithonorar

Ein Zeithonorar liegt vor, wenn sich die Höhe des Honorars nach der vom Rechtsanwalt für die Bearbeitung des Falles aufgewendeten Zeit richtet, wobei eine Abrechnung in Zeiteinheiten (z.B. ein gewisser Betrag für die begonnene Viertelstunde) erfolgt. Die Höhe des Zeithonorars kann völlig frei vereinbart werden. Bei der Vereinbarung eines Zeithonorars führe ich selbstverständlich lückenlose, exakte Aufzeichnungen über die Art der Leistungen und vor allem über den damit verbundenen Zeitaufwand, der ja die wesentliche Grundlage für die Abrechnung bildet.

Abrechnung nach dem Rechtsanwaltstarifgesetz

Wenn ein Rechtsanwalt nach dem „Tarif“ abrechnet oder das „tarifmäßige Honorar“ verrechnet, versteht er darunter die Honorarabrechnung nach den Vorschriften des Rechtsanwaltstarifgesetzes, der „Allgemeinen Honorar-Kriterien“ für Rechtsanwälte oder des Notariatstarifgesetzes.

Die Abrechnung nach dem Rechtsanwaltstarifgesetz dient vorwiegend der Abrechnung bei der Vertretung in gerichtlichen Verfahren. Wie bereits erwähnt, ist das Rechtsanwaltstarifgesetz auch dann heranzuziehen, wenn keine Honorarvereinbarung getroffen wurde.

Für die Abrechnung aller Leistungen des Rechtsanwaltes, für die das Rechtsanwaltstarifgesetz keine Tarifansätze enthält, ist auf die Bestimmungen der Allgemeinen Honorar-Kriterien zurückzugreifen.

Leistungen, die der Rechtsanwalt erbringt, und deren Entlohnung im Notariatstarifgesetz geregelt ist, kann der Rechtsanwalt auch nach diesem Gesetz abrechnen.

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